Mo
04
Apr
2011
In den letzten Tagen war viel in der Presse über „Cybermobbing“ und dessen Folgen zu lesen.
Ein Jugendlicher wurde hier in Berlin verprügelt, weil er seine Freundin gegen die anonymen
Anfeindungen aus dem Internet verteidigte. Aus der Online-Lästerei wurde reale Gewalt.
Peter Scharmberg
Die besagte Seite erhitzt die Gemüter, dabei ist das Phänomen kein neues. In Zeiten von Studi. Vz, Facebook und anderen Seiten, sind Lästereien und Mobbing im Internet nichts neues mehr. Das nun erreichte Ausmaß ist jedoch erschreckend. Die besagte Seite wurde ausschließlich gegründet, um Schülerinnen und Schülern eine Plattform für ihre Lästereien und Sticheleien zu geben. Garantiert wird dabei 100 % Anonymität und der Schutz vor Zensur.
Ich habe mich auf der Seite bei den Rudower Schulen umgesehen und erschreckendes festgestellt. Auch an Rudower Schulen gibt es offensichtlich fiese Hetzkampagnen gegen andere Schüler und Lehrer. Drohungen und Diffamierungen schaukeln sich auf. Besonders geschockt haben mich die vielen faschistischen und ausländerfeindlichen Äußerungen.
Darum fordere ich :
− die Löschung der Seite. Es reicht nicht aus, dass man die Seite über Suchmaschinen nicht
mehr erreicht. Wer die Seite bereits kennt, wird sie weiterhin besuchen.
− Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer/Lehrerinnen müssen über die Gefahren im Umgang mit dem Internet aufgeklärt werden. Entsprechende Workshops müssen zunächst für Lehrer angeboten werden und dann an die Schüler weitergegeben werden.
− die Medienkompetenz gerade von jüngeren Schülerinnen und Schülern muss zunehmend geschult werden.
Unsere Kinder werden in einem Zeitalter groß, indem der Computer und das Internet zum Leben gehören und Kompetenzen in diesem Bereich erwartet werden. Daher ist es umso wichtiger sie möglichst früh über die richtige Nutzung und die möglichen Gefahren dieser Cyberwelt aufzuklären.
Ich möchte mich als ihr Abgeordneter im Berliner Abgeordnetenhaus dafür einsetzen unsere Kinder vor den Gefahren zu schützen !